27. April 2020 Guardian Horse Unfall-Tracker - Foto von Johanna Steindl

Johannas Testergebnis zum Guardian Horse Unfall-Tracker

Unsere Guardian Horse Produkttesterin Johanna und ihre Trakehner-Stute Kia’Ora haben wir euch bereits vor einigen Wochen vorgestellt. Nun haben die Beiden den Unfall-Tracker ausgiebig getestet.

Über ihre Erfahrungen berichtet Johanna euch selbst:

Huhu ihr Lieben,

ich habe den Unfall-Tracker Guardian Horse nun über einige Zeit auf Herz und Nieren getestet und möchte euch meine Erfahrungen damit schildern. 😊

Aufgeteilt habe ich das ganze in mehrere Kategorien: Aussehen/Qualität, Handling, Funktion und Gesamtfazit.

Aussehen / Qualität

Guardian Horse Unfall-Tracker - Foto von Johanna Steindl

Ausgesucht habe ich mir den Guardian Horse in weiß, weil es schön schlicht ist und mir persönlich einfach gefällt. Was ich nicht bedacht habe, ist dass der Tracker natürlich beim Pferd auch mit einigem Dreck in Berührung kommt und deswegen nicht lange so strahleweiß bleibt 😉 mit einem feuchten Tuch ließ sich der Tracker aber wieder gut sauber bekommen. Auch mechanisch wirkt der Tracker stabil genug, um dem regelmäßigen Gebrauch standzuhalten.

Handling

Die Nutzung des Trackers in Funktion mit der App ist wirklich kinderleicht. Die App kann problemlos im AppStore heruntergeladen werden und läuft auf meinem Handy (Android-Betriebssystem) auch einwandfrei. Den Tracker selbst habe ich an der Vorderzeug-Öse des Sattels festgemacht. Durch das Gummiband zum Festmachen, ist der Tracker auch ganz leicht wieder abnehmbar, wenn man ihn mal nicht braucht. Ich habe ihn allerdings immer am Sattel, zuletzt auch beim Springen, denn mich stört er nicht.

Guardian Horse Unfall Tracker am Pferd von Johanna Steindl

Zum Start des Tracking-Verfahrens schaltet man den Tracker durch Drücken auf den einzigen Knopf ein. Der Tracker spielt einen Signalton ab und das Handy kann sich über Bluetooth verbinden. In der App kann man dann das Tracking starten und beenden.

Funktion

Alle Einstellungen rund um die Funktion des Trackers werden in der App getroffen. Hier werden die Notfallkontakte hinterlegt, welche im Falle eines Unfalls per SMS informiert werden. Außerdem kann man zwischen zwei Modi wählen: Mit und ohne Bewegungsloserkennung.

Die Bewegungsloserkennung ist ein Feature, welches einen Alarm auch dann auslöst, wenn sich Tracker und Handy nicht voneinander entfernen. Also z.B. wenn man runterfällt, aber das Pferd nicht wegläuft, sondern im näheren Umfeld bleibt. Guardian Horse selbst gibt an, dass diese Funktion eine höhere Wahrscheinlichkeit für Fehlalarme hat, als wenn sie nicht genutzt wird. Ich sehe das ganze aber so: Lieber einmal zu viel informiert und dann telefonisch durchgegeben, dass alles ok ist, als dass niemand meinen Unfall bemerkt.

Ich habe den Tracker bei einigen Ausritten dabeigehabt und der Ernstfall ist zum Glück nie eingetreten, es wurden auch keine Fehlalarme vom Tracker produziert. Um die Funktion trotzdem ordentlich testen zu können, habe ich daher Unfälle simuliert:

Unfall ohne Bewegungsloserkennung, Tracker entfernt sich vom Handy

Guardian Horse Unfalltracker Screenshot ohne Bewegungsloserkennung -

Zunächst habe ich das ganze zuhause getestet: Ausritt in der App gestartet und dann das Handy mitgenommen und mich vom Tracker entfernt. Hier hat alles zuverlässig funktioniert und mein Notfallkontakt wurde informiert.

Guardian Horse Alarm ausgelöst Johanna Steindl

Was allerdings daheim auch schon auffällig war, ist dass die Erkennung des aktuellen Standortes nicht hundert prozentig zuverlässig funktioniert. Die erste Meldung die ich ausgelöst habe positionierte mich Luftlinie ca. 500m neben meinen tatsächlichen Standort. Mein zweiter Test, gesendet aus einem anderen Zimmer meiner Wohnung sendete zuverlässig meinen aktuellen Standort.

Notfall SMS Guardian Horse Johanna Steindl

Bei Wiederholung des Tests beim Pferd hat mich der Tracker allerdings enttäuscht. Wie ich in meiner Vorstellung fürs Testeam Guardian Horse bereits geschrieben hatte, ist das Mobilfunk- und GPS-Netz bei uns im Gelände nicht das Beste. So kam es hier des Öfteren vor, dass die App bei meinen Tests folgende Meldung zeigte: „ACHTUNG: Die App konnte leider keine Nachricht versenden. Bitte versuche auf anderem Wege deine Notfallkontakte zu erreichen.“

Guardian Horse Kein Netz - Johanna Steindl

Sollte ich nach einem Unfall bewusstlos am Boden liegen, hilft mir das leider nicht weiter. Natürlich ist es nicht möglich eine SMS zu versenden, wenn ich gerade kein Telefonnetz habe, trotzdem gibt mir der Tracker in diesem Fall aber auch keine Sicherheit, da weder mein Standort für meinen Notfallkontakt ersichtlich ist noch dass ich überhaupt einen Unfall hatte.

Unfall mit Bewegungsloserkennung, Tracker bleibt in Handy-Nähe

In diesem Modus ist einstellbar, nach wie vielen Minuten der Bewegungslosigkeit der Alarm ausgelöst werden soll. Wählbar sind die Einstellungen von einer bis fünfzehn Minuten. Sowohl im Zuhause-Test als auch im Stall funktionierte die Bewegungsloserkennung einwandfrei und löste zuverlässig nach der gewünschten Dauer aus.

Guardian Horse Alarm Countdown Johanna Steindl


Wird Bewegungslosigkeit erkannt, startet die App einen 60-sekündigen Countdown, in welchem es möglich ist, den Alarm als Fehlalarm zu markieren. Dann wird auch keine Notfall-SMS versendet. Verpasst man den Countdown oder es wird fälschlicherweise ein Unfall getrackt und die Notfall-SMS versendet, sieht die App praktischerweise eine Funktion vor, allen Notfallkontakten eine Entwarnungs-SMS zukommen zu lassen.

Gesamtfazit

Alles in allem finde ich die Idee hinter Guardian Horse super. Das Handling und Aussehen überzeugten, in meinem Fall nur leider die Funktion nicht. Ich bin davon überzeugt, dass der Tracker in Gebieten mit solidem Mobilfunk und GPS-Empfang seiner Aufgabe voll und ganz nachkommt. Ich hätte mir gewünscht, dass Guardian Horse auch für mich eine super Lösung sein würde, aber die schlechte Netzabdeckung in meinem Ausreitgelände macht den Tracker leider hilflos.

Weiter benutzen werde ich ihn weiterhin, aber nicht als alleiniges Hilfsmittel, sondern in Kombination der Übermittlung meines aktuellen Standortes an meine Stallfreunde über einen anderen Dienst. Dadurch wird zumindest regelmäßig mein letzter Standort aktualisiert und sollte der Tracker einen Unfall, aber den falschen Standort, melden, dann gibt es eine Möglichkeit die Standorte zu vergleichen und dadurch den Suchradius einzuschränken.

Übrigens: Ihr findet Johanna auch auf Instagram unter hanny_kiaora

Feedback von Guardian Horse

Guardian Horse Gründer Ralf Stüber
Guardian Horse Gründer Ralf Stüber

Guardian Horse bedankt sich für den tollen Einsatzbericht. Gründer Ralf Stüber kommentiert die beiden genannten Kritikpunkte wie folgt:

Die beiden von Johanna angesprochenen Kritikpunkte sind sehr wichtig für die Zuverlässigkeit unseres Systems und ich finde es daher auch gut, dass diese von der Testerin thematisiert und auch kritisch hinterfragt werden.

Zum Punkt GPS-Empfang: Bei einem Test in der Wohnung kann es schon mal zu ungenauen Standortdaten kommen, gerade wenn nur einmal kurz die Position abgefragt wird. Der Tracker ist ja für die Verwendung im Freien gedacht.

Zum Punkt SMS-Versand: Es ist in der Tat so, dass wenn man genau in dem Moment einen Unfall hat, in dem man durch ein Funkloch reitet, wir natürlich auch keine Notfall-SMS versenden können. Allerdings wird keine Reiterin auf 100% der Strecke im Funkloch reiten. Sagen wir mal im Durchschnitt sind es vielleicht 10% der Zeit in denen man gar keinen Empfang hat. Wir glauben daher, dass es immer noch besser ist eine Absicherung für 90% der Zeit zu haben, als gar keine und damit auch dann nicht gefunden zu werden wenn man eigentlich Empfang gehabt hätte. Und auch wir empfehlen, wie es Johanna auch schön in ihrem Fazit beschreibt, die Notfall-SMS nicht als einzige Absicherung zu sehen, sondern auch weiterhin die Notfallkontakte vorab über die Route und die voraussichtliche Rückkehr zu informieren.

Aber wir versuchen unser System natürlich kontinuierlich zu verbessern und machen uns fast täglich darüber Gedanken wie wir mit unserem System die Sicherheit weiter erhöhen können ohne dabei wichtige Eigenschaften wie Datenschutz, Akkuschonung und Fehlalarmrate und ähnliches nicht zu vernachlässigen.

Wir arbeiten gerade an einem umfangreichen Update der App, mit dem wir die Lösung, die die Testerin im Moment mit der Verwendung einer zweiten App umsetzt in unsere App integrieren. Es wird dann möglich sein, die ermittelten Standorte während des Ausritts an unsere Server zu senden, wodurch Notfallkontakte auch ohne SMS-Empfang von Zeit zu Zeit nachschauen und prüfen können, ob sich die Reiterin noch fortbewegt und ob die ermittelten GPS-Daten halbwegs „plausibel“ sind. Das halten wir dann aber optional, weil es durchaus NutzerInnen geben wird, die nicht möchten, dass ihr Standort und ihre Route dauerhaft geteilt wird und weil das hochladen der Standortdaten auch Akku-Kapazität benötigt.

Danke an alle drei Testerinnen!

Hier geht es zu den anderen beiden Ergebnisberichten:

Johanna Maria hat den Guardian Horse für ihre Wanderfahrt von Spanien nach Schottland getestet

Guardian Horse Erfahrungsbericht von Maria

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